Programm

22 - 23 März 2012

Die Kultur- und Literaturgeschichte des Abendlands ist geprägt von Versuchen, das Leiden des Einzelnen kulturell produktiv zu machen. Die Integration von Leiderfahrungen – körperlichen wie seelischen – in den Raum der Kultur gelingt durch ihre ethisch-religiöse Einbindung, ihre politisch-ideologische Funktionalisierung und vor allem durch ihre ästhetische Vermittlung. Eingeübte Opferrhetoriken stellen dabei wirkungsmächtige Semantiken zur Verfügung, damit Verzicht, Schmerz, Qual und Tod mit Sinn versehen werden können.

27 April 2012
14:00 - 18:30

Unter dem Begriff „Knappheit“ wird in den Sozialwissenschaften das Handeln mit knappen Mitteln verstanden. Er kann aber auch als universelles Denkmodell diskutiert werden, das sich auf Alltag und Realität übertragen lässt. Im Rahmen dieses IFK_Workshops wird eine Debatte weitergeführt, die im Herbst 2011 in der „Zeitschrift für Kulturwissenschaften“ begonnen wurde.

11 - 12 Oktober 2012

Conference Series: A Time for Destruction. The Geo-Politics, Techno-Politics, and Sensory Politics of World War I

World War I was a European war over the future of the world. But the futures of the world that emerged from the war, including a yet more deadly war and a long period of cold confrontation, were quite unlike anything the belligerents, high and low, had expected. It is to the futures of this violent past that the series of three conferences on “The Time for Destruction” is dedicated.

26 Oktober 2012

In einer großen Ausstellung zeigt das Lentos Kunstmuseum Linz die Veränderung von Körperbewusstsein und Rollenbild des Mannes. Anlässlich der Eröffnung organisiert das Lentos gemeinsam mit dem IFK eine Tagung zum Thema.

08 - 09 November 2012

Diese Tagung findet im Rahmen des FWF-Projektes „Die Privatbibliothek Kaiser Franz’ I. von Österreich“ statt. Sie dient der näheren kulturtypologischen Bestimmung einer herausragenden Sammlung, deren Formierung zwischen 1785 und 1835 mit einem grundlegenden Paradigmenwechsel in der Bibliotheksgeschichte und darüber hinaus mit politischen, ökonomischen und sozialen Wandlungen einhergeht. Es gilt daher, die Privatbibliothek Kaiser Franz’ I. (die spätere Fideikommissbibliothek) interdisziplinär und transnational zu kontextualisieren.

15 - 16 November 2012

Grenzen zu überschreiten, Gesetze und Normen zu brechen, gilt als grundlegendes Merkmal der Künste in der Moderne. Von den unzähligen Formen, wie innerhalb der Künste Regeln verletzt werden können, interessiert in der Tagung vor allem eine Form: „ästhetischer Ungehorsam“. In Anlehnung an den Begriff „ziviler Ungehorsam“, wird in dieser Tagung nach Autorität, Normativität und Partizipation in Kunst und Ästhetik gefragt.