15:00 - 18:00
Wer produziert Raum wie? Wer plant Stadt zukünftig? Und wer agiert in ihr wie?
19:00 - 21:00
Helmut Lethen begibt sich in seinem neuen Buch auf die Suche nach der Wirklichkeit hinter den Bildern. Wie verhalten sich Bilder zum Schriftarchiv, wie die Performance zum Schmerz, wie die Berührung zum Voyeurismus und die Kunst zur Pornografie?
10:00 - 18:00
Was ist unter „artistic research“ zu verstehen? Kann man überhaupt künstlerisch forschen? Ein Dialog zwischen KünstlerInnen und KulturwissenschafterInnen.
Das Ende des Mittelalters bedeutet Aufbruch in eine säkularisierte Moderne und Zerbrechen eines gottdurchwalteten Kosmos. Beiden Bildern ist gemein, dass die Religion als Hauptagent sowohl des Niedergangs wie auch der harmonischen Einheit gedacht wird. Phänomene werden untersucht, die sich der christlichen Leitkultur widersetzen oder Kompromisse mit ihr eingehen.
10:00 - 18:00
Sind die Kultur und ihre Künste Formen des Wissens? In diesem Workshop mit Claus Zittel wird zu klären versucht, was mit dem Wissensbegriff passiert, wenn er in den Kulturwissenschaften inflationär verwendet wird.
Bevor Kriege geschichtswissenschaftlich erforscht werden, sind sie manchmal bereits zum Filmgenre geworden. Um etwa den Vietnamkrieg historisch zu fassen, kommt die Geschichtsschreibung nicht um das Korpus der Spiel- und Dokumentarfilme herum, welche den Krieg im fernen Indochina nach Hause in die dunklen Kinosäle Europas und Amerikas brachten – lange bevor die Geschichtswissenschaft sich daran machte, ihn zu erforschen.
Der Begriff „kulturelle Übersetzung“ wurde ursprünglich in der Anthropologie geprägt, um zu beschreiben, was bei der Begegnung von Kulturen passiert. Inzwischen untersuchen verschiedene Fachdisziplinen Techniken der Übersetzung in ihrem eigenen Gebiet. „Wenn die Vergangenheit ein fremdes Land ist, dann ist selbst der einsprachigste Historiker ein Übersetzer“, bemerkte Peter Burke, als er die Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit untersuchte. Im Verstehen von Phänomenen der eigenen Kultur kann man den Transfer entdecken, der Praktiken anderer Menschen in unseren eigenen Erfahrungs- und Wortschatz verwandelt. Und da die Fachsprachen z. B. der Philosophie, Juristerei, Medizin, Physik, Genforschung oder zuweilen auch der Medienwissenschaft sich weit vom Alltagssprachgebrauch entfernt haben, bedarf es sachkundiger und sprachgewandter WissenschaftsjournalistInnen, um eine Verständigung über Fachgrenzen hinweg zu ermöglichen. In den einzelnen Sektionen der IFK_Akademie sollen NachwuchswissenschafterInnen fünf verschiedene Formen von Übersetzung untersuchen.
Die längst unbestrittene Unterteilung in Pop als Gegenkultur (Pop I) und Pop als ästhetischer Mainstream seit den 1980er-Jahren (Pop II) wird 15 Jahre alt. Mit guten Gründen lässt sich fragen, ob neuere stilistische, mediale oder akademische Tendenzen des Pop in dieser Zweiteilung noch adäquat abgebildet sind, Phänomene, die im Rahmen dieser Tagung versuchsweise unter Pop III gebündelt werden.
18:00 - 18:00
Toward the end of the twentieth century, the Cold War ended and “globalization” became a key word in public discourse. The new configuration allowed people to ask, with relief or anxiety, what might happen next. A small but lively intellectual industry rose to the challenge, creating scenarios for a born-again world. As the world turned, new worlds could be imagined, assumes Ulf Hannerz.
Akustische Ereignisse sind flüchtig. Gerade weil Töne gemeinhin keine Spuren hinterlassen, stellt sich die Frage, auf welche Weise im Zusammenspiel der Künste und Medien akustische Phänomene evoziert, repräsentiert oder transkribiert werden können.