Er ist der Prototyp eines einsamen Helden und doch nie allein: Schon lange bevor der schiffbrüchige Robinson Crusoe auf den „Wilden“ Freitag trifft, sind imaginierte und echte Tiere seine ständigen Begleiter. Der der Zivilisation verlustig gegangene Kaufmann muss sich nun fragen: Wie ist eine Kultivierung der Insel mit und gegen die Tiere möglich?
This conference addresses the varying and differentiated relationships between migrants and cities, which are differently positioned within the crisis-ridden processes of contemporary neoliberal globalization. The conference focuses on the impacts of the crisis on urban-based cultural industries as they are shaped by the restructuring of national and local economies, politics, and cultures.
Den vielfältigen Figuren, die als Konkursverwalter der alteuropäischen Souveränität auftreten – von den Nach- und Zerrbildern Napoleons über die Figur des Demagogen und Massenführers des 19. Jahrhunderts bis hin zur „Führererwartung“ der Weimarer Republik –, wird in dieser Tagung in interdisziplinärer Perspektive nachgegangen. Es werden politische und soziale Konzeptionen von Autorität, Führerschaft und Akklamation gesichtet.
„With black and white you can keep more of a distance“, meinte der ungarische Filmregisseur Béla Tarr, ungarischer Filmregisseur, zu seinem 415-minütigen Schwarzweißfilm Schwarz-Weiß-Film „Satanstango“, an dem er rund sieben Jahre lang arbeitete. Diese Tagung wird die Codierungen von Schwarz-Weiß in unterschiedlichen Bereichen der Kulturwissenschaften, von Kulturtechniken der schwarzen und weißen Magie bis zur Colorierung der Weltkriegsbilder und dem Einblenden von Schwarz-Weiß in den Farbfilm als Distanzierungssuche, erörtern.
Kann der Mensch sich als kommunizierendes Tier über seine biologische Determinierung hinwegsetzen und seine Künstlichkeit als Brücke zwischen Natur und Kultur nützen? Eine Tagung, die als kulturwissenschaftlicher Brückenschlag zwischen Natur und Medien gedacht ist.
Ausgehend vom neuen Forschungsschwerpunkt des IFK sind die Vortragsthemen dieser Tagung auf den Begriff der Unordnung als Metapher für Auflösung, Wandel und Transformation ausgerichtet.
Die Verunsicherung der Sinne, das Auseinanderbrechen der gedeuteten Welt hat längst schon vor dem Ausbruch des Weltkrieges begonnen. Die Schrecken der Vernichtung und Zerstörung haben aber diesen Prozess rabiat vertieft. Gewalt im Krieg hat eine unmittelbar sinnliche Dimension.
„Fakta, und kein moralisches Geschwätz“ – mit diesen Worten meldet sich der Herausgeber des „Magazins für Erfahrungsseelenkunde“, Karl Philipp Moritz, zu Wort. Die Zeitschrift, deren Vorrede sie entstammen, wirbt mit einem Schlagwort, das in Literatur und Wissenschaft der Aufklärung bevorzugtes Interesse genießt. Fakten gelten als eine Form der erfahrungsgeleiteten Aufzeichnung, die Naturphänomene und Begebenheiten in einer vom Menschen unbeeinflussten Weise festhalten soll und ihrer voreiligen methodologischen oder moralischen Vereinnahmung entgegenwirkt.