Der britische Kulturwissenschafter Mark Fisher ist vor allem bekannt für seine Bücher zur Kritik des Neoliberalismus („Capitalist Realism: Is there no Alternative?)“, über Depressionen und nostalgische Retro-Kultur („Ghosts of my Life“). Unter dem Pseudonym k-punk bloggte er über Politik, Musik, Popkultur und Aspekte des pulp und verband dabei Kritik, Aktivismus und Ästhetik mit einer Begeisterung und Eloquenz, die seinen Blog zur Pflichtlektüre ganz unterschiedlicher LeserInnen machte.
Since early modern times, both zombies and pirates have shared a history of diverging appropriations and attributions. The Caribbean marks a crossroad in the circulation and transformation of these figures in the context of an “Atlantic modernity“ (Stephan Palmié). The participants discuss this entangled cultural history from a trans-disciplinary perspective.
Die Suche nach adäquaten Zeichensystemen und Notationsarten, die den jeweiligen Klang- und Formvorstellungen entsprechen, gehört besonders in der Moderne zur schöpferischen Praxis musikalischer Komposition. In ihr manifestieren sich Fragen nach der Natur des Klangs und des Klangraums sowie nach dessen Übersetzung in visualisierbare Bilder und Strukturen.
14:00 - 16:00
The IWM and the IFK are jointly organizing a memorial meting for Prof. Moishe Postone, who was a Visiting Fellow at the IWM for the 2017-18 academic year until his stay was tragically cut short by terminal illness in March of this year. He was also in Vienna at the invitation of the IFK | Kunstuniversität Linz in Spring 2016 as Stadt Wien/IFK_Fellow.
Ilija Trojanow schreibt in seiner „Gebrauchsanweisung für Indien“ (2006), dass der „Zauber des Fremdartigen“ wesentlich über Nahrungsgewohnheiten aufgesogen wird; doch leide der Verkostende stets unter der Angst, dass seine Versuchung „im Durchfall endet“.
Die Frage nach Zugehörigkeit und ihren Formen ist seit mehreren Jahren wieder aktuell. Sie wird verschärft durch politische Debatten um Nationalität, Sprache, Kultur und Religion, aber auch durch gesteigerte Mobilität, durch Medien und Digitalisierung, durch die Neuordnung von Verwandtschaftsbeziehungen und die Sehnsucht nach verlässlicher Freundschaft.
Seit Beginn der Moderne werden genealogische Ordnungen relativiert und (um)gestaltet: Der Großfamilie folgte die Kleinfamilie, der Kleinfamilie die Patchworkfamilie. Seit wenigen Jahrzehnten haben darüber hinaus Genforschung, Reproduktionstechnologie oder die rechtliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften die Systeme der Verwandtschaft oder des Erbrechts neu definiert; zugleich werden Haus- und Lebensgemeinschaften signifikant erweitert: heute schon durch Heimtiere, zukünftig vielleicht auch durch Roboter.
Die Transformationsprozesse der Vorstellungen von Zugehörigkeit spiegeln sich nicht zuletzt im Aufstieg nationalistischer oder gar rassistischer Propaganda. Mit dieser – leider ebenfalls aktuellen – Beobachtung verbindet sich die Frage nach der Geschichte des Nationalismus, Rassismus und der Zugehörigkeitskonstruktionen von Kulturen, Klassen oder Religionen. Wie kann man überhaupt zu einem Staat, einer Bevölkerung, einer Kultur oder einer Religion „gehören“? Und wie verträgt sich die Behauptung solcher Zugehörigkeiten mit der Entfaltung jener beispiellosen Mobilität, die gerade im Zuge der Modernisierung und Globalisierung – technisch (Verkehr, Medien), politisch (Flucht und Vertreibung, Welt- und Bürgerkriege) und ökonomisch (Arbeitsmigration) – erzwungen wird?
Auf der IFK-Sommerakademie 2018 sollen die vielfältigen Perspektiven dieses Wandels von Zugehörigkeit in der Moderne bearbeitet und diskutiert werden, und zwar in folgenden fünf Sektionen:
Zur Eröffnung des Herbstsemesters 2018/19 in Linz werden die neuen IFK_Fellows mit Lehrenden der Kunstuniversität Linz über ihre Themen und Projekte sprechen. Diese Begegnungen zwischen Wissenschaft und Kunst werden nicht nur inhaltliche Fragen aufwerfen, sondern auch methodische, technische oder sogar biografische Aspekte.
In medicine, translation is a daily practice. Complaints, pain, and suffering have to be expressed in clear messages to the physicians, who draw their diagnosis and subsequent treatment from signs and symptoms. In addition, translation has become the buzzword for introducing latest and sometimes rather difficult results of biomedical research into patient care.
Im Jahr 1918 veröffentlichte Edgar Zilsel (1891–1944) sein Buch „Die Geniereligion“. Zilsel betonte darin, dass die religiöse Verehrung von Ausnahmemenschen notwendigerweise zur Verachtung der Massen führte. 100 Jahre später erscheint seine radikale Kritik des Persönlichkeitskultes immer noch aktuell.