Tagtäglich orientieren wir uns an Richtungshinweisen. Dass wir damit bedenkenlos einem Zeichen folgen, dessen materieller Referent mit dem Pfeil ein gefährliches, oft tödliches Geschoß darstellt, entgeht uns dabei meistens und ist nicht zuletzt auf die Ausdifferenzierung der Zeichenfunktion des Pfeils in der visuellen Kultur der Moderne zurückzuführen.
14:00 - 18:30
Am 5. März 2022 feiern wir den hundertsten Geburtstag von Pier Paolo Pasolini. Zur Erinnerung an den bedeutenden Filmregisseur, Lyriker, Romanautor, Kulturtheoretiker und politischen Aktivisten veranstaltet das IFK einen Workshop, der die Aktualität der vielgestaltigen Werke Pasolinis in Vortrag und Gespräch ausleuchten wird.
»Open source«, »file-sharing«, »crowdfunding«, »peer production« – die Welt der digitalen Kommunikation ist voller Wirtschaftspraktiken, die dem Geben und Schenken näher sind als dem Marktkauf. Im Horizont der Digitalisierung wird eine Wirtschaftswissenschaft notwendig, die, um mögliche Entwicklungen einer global vernetzten Kooperationsgesellschaft zu reflektieren, das Paradigma der endlos unabgeschlossenen Gabe zwischen miteinander verbundenen Personen gelten lässt.
ACHTUNG geänderte Beginnzeit, die Tagung beginnt um 14.15 Uhr!
Während in den 1960er- und 1970er-Jahren die Entwicklung der »machine translation« Fahrt aufnimmt, wird im akademischen Feld intensiv um den »richtigen« Blick auf die literarische Übersetzung, um ihre theoretische Einfassung und ihre methodologischen Fundamente gestritten. In welchem Verhältnis stehen die zahlreichen übersetzungspoetischen Experimente der Zeit zu dieser Debatte?
Die Praktiken der modernen Diplomatie sind vielfältig: Beraten, Repräsentieren, Schenken, Spionieren, Verhandeln, Vermitteln, Übersetzen. Die Tagung widmet sich der produktiven Spannung und dem Austausch diplomatischer und künstlerischer Praktiken von der Frühen Neuzeit bis zur Moderne.
Es wird immer deutlicher, dass die ungeheure Mobilmachung von Menschen, Dingen und Natur, die mit der Neuzeit einsetzte, eine der größten Herausforderungen, ja vielleicht sogar eine der dringlichsten Fragen der Gegenwart bildet. Mit Vorträgen, Gesprächen und künstlerischen Projekten nähern wir uns den vielfältigen Effekten von globalen Prozessen auf lokale Konstellationen.
Wie wirkt sich Globalisierung als Waren- und Geldverkehr, als Sachherrschaft auf die Realität menschlicher wie nichtmenschlicher Körper aus? Wie können die grundlegende Zusammengesetztheit und Ausgesetztheit von Subjekten zur Quelle des Gemeinsamen werden? Wie schreibt man eine Verfassung für das Zusammenleben aller Sterblichen?